TSV Aichach trauert um Ringer Malz

Plötzlicher Tod versetzt Verein in Schockzustand

Die Ringerfamilie des TSV Aichach steht unter Schock: Sie trauert um eines ihrer Mitglieder, nachdem am Donnerstagmittag Anton Malz gestorben ist. Über die Hintergründe ist bisher nur bekannt, dass der 22-Jährige nach einem Arztbesuch auf dem Sofa eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht ist. Malz’ Schwester fand ihren Bruder, für den jede Hilfe zu spät kam.

Aichachs Trainer Oguz Özdemir ringt nach Worten. Seit 2009 ging der Augsburger Malz für den TSV Aichach auf die Matte, Özdemir pflegte ein äußerst enges Verhältnis zu ihm. Malz war ein gern gesehener Gast im Hause Özdemir, übernachtete am Wochenende oft dort. „Er war ein besonderer Mensch. Ich hatte eine sehr enge Bindung zu ihm“, sagt Özdemir. Entsprechend sei er tief traurig. „Er wird uns als Ringer, vor allem aber wird er uns als Mensch fehlen“, betont Özdemir.

Malz galt als Vorzeigeathlet, nahm in der Mannschaft eine führende Rolle ein. In der abgelaufenen Landesligasaison hat Malz alle 14 Einzelduelle für sich entschieden. Er pflegte einen guten Lebenswandel, trank Özdemir zufolge keinen Alkohol. Den plötzlichen Tod des jungen Mannes kann sich Özdemir, wie der Rest des Vereins, nicht erklären. Am Freitagabend traf sich die Mannschaft, um gemeinsam zu trauern. Die Weihnachtsfeier am heutigen Samstagabend sagten die Ringer ab. Wann die Beerdigung stattfindet, will der Verein zeitnah, nach der Obduktion, mitteilen. (joga)