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Ringen / Ligenübersicht

Ringen / 1. Bundesliga (Play-Off – Zwischenrunde)

Die 1. Ringer-Bundesliga biegt auf die Zielgeraden ein, seit dem 19.12.2015 ist auch die Zwischenrunde der Play-Offs abgeschlossen, die Halbfinalpaarungen stehen und werden zum Beginn des neuen Jahres, am 9.- und 16. Januar 2016 ausgetragen.
Unter den letzten vier Teams sind einmal mehr die Finalisten der letzten Jahre SV Germania Weingarten und ASV Nendingen, die erneut Anlauf zum Einzug ins Finale nehmen.

Spannende Kämpfe prägten die Zwischenrunde der Play Off’s. In der Gruppe A setzte sich neben dem SVG Weingarten auch der starke Aufsteiger KSV Ispringen durch, während der KSV Köllerbach und die RWG Mömbris-Königshofen in dieser Zwischenrunde das Halbfinale verfehlten. Gerade den KSV Köllerbach hatten viele Insider für die Halbfinalbegegnungen auf dem Tippzettel, allerdings erwies sich der KSV Ispringen als Stolperstein für die Saarländer.
Auch die RWG Mömbris-Königshofen hatte mit einem Einzug ins Halbfinale geliebäugelt. Am Ende konnten die Ringer aus dem Spessart in der Zwischenrunde nur einen Sieg erkämpfen.
Weingarten und Ispringen erreichten aus der Zwischenrinde A das Halbfinale – damit ist ein rein-nordbadisches Finale möglich.

Auch in der Gruppe B ging es dramatisch zu, der ASV Nendingen strauchelte beim 1. Luckenwalder SC, setzte sich jedoch knapp mit 14:12 durch und beendete die Zwischenrunde als Staffelsieger, gefolgt vom ASV Mainz 88, der am Ende einen Sieg mehr auf dem Konto hatte als der 1. Luckenwalder SC, der ebenfalls eine starke Saison bestritt, jedoch knapp am Einzug ins Halbfinale knapp scheiterte. Auch für den KSV Aalen 05 ist die Saison nach grandiosen Rückrundenduellen der Hauptrunde und starken Auftritten in der Zwischenrunde der Play-Off’s beendet.

Im Halbfinale empfängt am 9. Januar der KSV Ispringen den Titelverteidiger ASV Nendingen, während der ASV Mainz 88 zunächst den SV Weingarten zum Gegner hat. Die Halbfinal-Rückkämpfe werden am 16. Januar ausgetragen.

Abstiegsrunde der 1. Bundesliga

Erwartungsgemäß setzte sich der TuS Adelhausen in der Abstiegsrunde der 1. Bundesliga souverän durch. Die Südbadener hatten nur hauchdünn ein Weiterkommen in die Zwischenrunde verfehlt und blieben in den Begegnungen gegen Schifferstadt, Schriesheim und dem KAV Mansfelder Land unbezwungen. Auch der VfK Schifferstadt konnte sich gegen Schriesheim und die Mannschaft aus Eisleben durchsetzen, erreichte in dieser Runde den zweiten Platz.
Damit machten der KSV Schriesheim und der KAV Mansfelder Land unter sich aus, wer die Rote Laterne des Tabellenletzten behält und auch in diesen Begegnungen blieb der KAV ohne Sieg.

2. Bundesliga-Nord

Auch in den 2. Bundesligen gab es auf der Zielgeraden noch einmal harte Kämpfe um Punkte. So wurde in der 2. Bundesliga Nord gar der FC Erzgebirge Aue in letzter Sekunde von der Tabellenspitze gestupst. Aue unterlag beim RSK Gelenau mit 11:12 denkbar knapp, während Verfolger RSV Rotation Greiz vor heimischer Kulisse zu einem 23:3-Sieg über den AVG Markneukirchen kam. Greiz und Aue damit punktgleich an der Tabellenspitze, damit entschied der direkte Vergleich zwischen beiden Mannschaften und da hatte der RSV Rotation die Nase nach einem klaren 23:5-Heimsieg über Aue vorn, denn das Hinrundenduell hatte der FCE nur mit 13:11 für sich entschieden. Auch der Kampf um Bronze wurde erst am letzten Kampftag, beim direkten Aufeinandertreffen zwischen dem RV Thalheim und dem Vorjahressieger RV Lübtheen entschieden. Thalheim setzte sich mit 17:12 durch und sicherte sich damit den Bronzeplatz der sehr starken- und ausgeglichenen Staffel. Selbst Aufsteiger AC Germania Artern bot starke Kämpfe und machte mitunter auch den Spitzenmannschaften schwer zu schaffen. Die Ringer vom Fuße des Kyffhäuser erkämpften sich den Respekt der Staffel und werden sicherlich auch in der Liga verbleiben können, wenn es keinen Aufsteiger geben sollte.

Kurz vor Saisonende gab der AC Werdau bekannt, im kommenden Jahr nicht mehr in der zweithöchsten Kampfklasse anzutreten. Aus finanziellen Gründen wollen die Westsachsen einen Neubeginn in der Regionalliga wagen. Am letzten Kampftag ließ der AC Werdau jedoch noch einmal die Muskeln spielen und reiste mit seinen drei WM-Teilnehmern Jozsef Molnar, Attila Szmik und Matous Morbitzer nach Pausa, wo die Ringer um ACW-Trainer Marco Olschweski gegen die mit 6 Eigengewächsen besetzte WKG Pausa/Plauen mit 17:15 gewannen und sich auf Platz 5 aus der 2. Bundesliga verabschiedeten.

2. Bundesliga-West

In der 2. Bundesliga West wurde der KSV Witten unangefochtener Staffelsieger. Die Mannschaft um Mirko Englich, der seine Laufbahn nach der Saison beendet und fortan als Trainer am Mattenrand fungieren wird, musste nur zwei Unentschieden hinnehmen, gleich am ersten Kampftag trotzte Hüttigweiler den Ringern aus NRW einen Punkt ab, in der Rückrunde war es der Erstligaabsteiger TV Aachen-Walheim, der Witten den zweiten Punkt stibitzte. Doch insgesamt blieb der KSV Witten in der nun vergangenen Saison unbezwungen.
Hinter Witten gab es allerdings ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem ASV Hüttigweiler und dem TV Essen-Dellwig. Nach dem letzten Kampf hatten beide Teams 17:11 Punkte erkämpft und so entschied auch hier der direkte Vergleich aus beiden Begegnungen dieser beiden Mannschaften zu Gunsten des TV Essen-Dellwig, der ASV Hüttigweiler damit auf dem Bronzerang der Weststaffel.

Das Mittelfeld der Tabelle reicht vom Vierten; KV Riegelsberg, über den RC Merken, Erstligaabsteiger TV Aachen-Walheim, bis hin zum SRC Viernheim. Diese Mannschaften trennten nur 3 Punkte. Nur der AC Heusweiler stand mit 6:22 Punkten etwas abgeschlagen am Tabellenende.

2. Bundesliga-Süd

In der Südstaffel feierte der SV Wacker Burghausen am Ende den Staffelsieg, der ASV Urloffen folgte mit nur einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Platz. Burghausens Konto wurde durch nur eine Niederlage belastet, die sich der SV Wacker beim Verfolger Urloffen einfing. Der SC Anger und Triberg erzwangen Punkteteilungen gegen den Spitzenreiter. Dagegen zog der ASV Urloffen in Burghausen und beim SV Hallbergmoos den Kürzeren, gegen Triberg gab es vor heimischer Kulisse eine Punkteteilung.

Mit fünf Punkten Abstand folgte der SV Triberg auf dem Bronzerang, wobei die Südbadener mit beruhigenden 4 Punkten Vorsprung auf den Viertplatzierten SV Hallbergmoos die Ziellinie überquerten. Weitere fünf Zähler hinter Hallbergmoos erreichte der TSV Westendorf Rang fünf, gefolgt von der RKG Freiburg, sowie den punktgleichen Teams des SV Johannis Nürnberg und SC Anger. Nürnberg hatte das bessere Punktverhältnis im direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit laut Reglement des DRB auch ausschlaggebend für die bessere Platzierung ist.
Nur zwei Siege landete der ASC Bindlach und belegte damit abgeschlagen den letzten Platz.

Jörg Richter